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Fake news für Krebspatienten?

Gestern las ich zufällig auf einem sogenannten „alternativen Blog“ einen Artikel: „Chemotherapie – Tod auf Rezept“. Unterfüttert mit einem Foto einer Frau unter Chemotherapie, ohne Haare, bleich im Gesicht und sehr mager. Unsäglich. Inhaltlich eine Mischung verquaster Verschwörungs- und Heilungstheorien. Und natürlich ist das System schuld. Bestens Suchmaschinenoptimiert. Mit einer längst bekannten Studie scheinbar aktuell unterfüttert, das Impressum der Seite mager.

Wem in aller Welt soll dies dienen? Diese Frage ist mindestens genauso berechtigt wie die Frage, wem eigentlich eine Chemotherapie das Geld in die Taschen schaufelt. Für Krebspatienten jedenfalls macht so etwas einfach keinen Sinn.

Ja, ich habe mich sehr geärgert. Auch hier finden wir „alternative Fakten“ und Zynismus.

Angst und Mistrauen schwächen den Organismus. Menschen mit Krebs werden in der Angstfalle – diesmal von scheinbar „alternativer“ Seite, gehalten. Angst und Mistrauen werden verstärkt (wobei ich niemandem rate, einfach vertrauensselig alles zu machen, was der Doktor so meint – aber dies ist ein anderes Thema). Eigentlich ist es kein Wunder, wenn Vertreter aus Politik und Gesellschaft dann immer wieder nach Maßregelungen im Gesundheitsbereich rufen. Die dann übrigens zu Lasten meines Berufsstandes gehen.

Wie kann es denn gehen?

Mit Achtsamkeit und Besonnenheit. Mit Wahrnehmung und mit Begleitung. Einige meiner Patientinnen waren schon kurz davor, die Chemotherapie abzubrechen. Weil sie es nicht mehr aushielten. Die Nebenwirkungen waren so stark, dass das Leben seinen Sinn zu verlieren begann. Mit all meiner Sachkenntnis und mit meiner Menschlichkeit konnte ich helfen, diesen Durchlauf weiter gehen zu können um dann mit deutlich weniger Tumorzellen im Blut und klarem Kopf entlastet weiter denken zu können.

Dabei kann und will ich keinerlei Heilungsversprechen machen. Wir – meine Patienten und ich – sind im besten Fall ein Team auf Augenhöhe die ein gemeinsames Ziel haben: gesund zu werden. Angst, Ideologie und Glaubenskämpfe gehören da nicht hin.

Ich persönlich wünsche mir aus ganzem Herzen, dass diese unseligen gegenseitigen Anschuldigungen: hier die Schulmedizin und dort die Alternativmedizin, endlich aufhören. Dass endlich zum Wohle des Patienten alles zuhilfe genommen werden kann und darf was es gibt. Und gerade deshalb muss ich an solchen Stellen eben auch Stellung beziehen.

Vielleicht passt dies hier nicht ganz, – doch ich möchte es trotzdem erwähnen: In Frankreich gibt es eine Zeitschrift für Brustkrebspatientinnen, sie heisst: „Magazine Rose“. Hier wird auf sehr weibliche Art über alles rund um Patientinnenbelange geschrieben. Diese Zeitschrift ist Hochglanz gedruckt und offensichtlich mit Werbung finanziert. Aber sie ist klasse. Sie gibt den Frauen Mut und lädt sie auf die schönen Seiten des Lebens ein. Kürzlich kam ein Fotobericht über Frauen mit Brustkrebs, die sich den Oberkörper tätowieren ließen. Sehr speziell. Hier werden andere Dinge befördert: die Liebe zum Leben. Das Finden eines eigenen Weges.

Das gefällt mir sehr.

Mein Fazit für Sie als Patient oder Patientin: Da, wo man Ihnen Angst macht, egal von welcher Seite, da nehmen Sie bitte die Füsse in die Hände und laufen so weit Sie können. Da, wo man Ihnen nicht zuhört oder grob über Sie hinwegbügelt, ebenso. Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl. Wenn Angst geschürt wird, dann sind Ihre inneren Heilquellen versperrt. Sie haben sowieso schon mit viel existenzieller Furcht und Angst zu tun. Ein „Mehr“ davon brauchen Sie wahrlich nicht im Leben.

 

 

 

 

Posted in: Allgemein, Begleitende Krebstherapie
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