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Sterben ist ein Tabuthema

IMG_7560Liebe Leserinnen,
Liebe Leser.

Nun ist der Urlaub vorbei. Schön war er. Erholsam und genussvoll. Ich liebe die Provence mit ihren Farben und Düften. Mit den malerischen Ortschaften und ihren teilweise bizarren alten Gebäuden.

Was mich intensiv begleitet hat war der Sterbeprozess einer sehr liebgewonnenen Patientin. Wir lernten uns kennen als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde und sind einen langen und guten Weg miteinander gegangen. Doch jeder gemeinsame Weg endet irgendwann. Für mich war sie eine ganz besondere Frau: in der Art ihre Erkrankung anzunehmen und das wirklich Beste aus der Situation zu machen. Alles Mögliche zu tun und dann, als es nichts mehr zu tun gab auch damit ihren Frieden zu machen. Ihre Haltung dem Leben und der Erkrankung gegenüber war von Hingabe geprägt und dabei sehr erdverbunden und humorvoll. Dies hat mich tief berührt und unsere Begegnung ist mir  kostbar. Einen Menschen begleiten zu dürfen auf einem Weg bis zum Ende kann wahrlich ein Geschenk sein.

Zeiten wie diese lassen uns wesentlich werden. Wir trennen das Wichtige vom Unwichtigen. Wir räumen auf und wenden uns dem zu, was wir im Leben lieben. Dieses Geschenk erfahren wir in existenziellen Zeiten: wenn wir Leben geben, wenn es genommen wird und zwischendrin in jenen (Krisen-)Momenten wo wir Weichen stellen müssen. Geben wir unserer Zeit ausreichend Leben! Dies hilft – vielleicht – irgendwann am Ende auf eine gute Art gehen zu können.

Sterben ist immer noch ein Tabuthema. In der Regel wird geschwiegen bis es nicht mehr anders geht. Das ist schade. Und es ist auch nicht leicht an dieser Stelle offene Gespräche zu führen. Doch ein guter Abschied braucht das.

In diesem Zusammenhang empfehle ich zwei Bücher:

„Mut und Gnade“ von Ken Wilber. Der Bericht über das Leben und Sterben seiner Frau Treya. Es ist berührend, – keine leichte Kost – doch eröffnet es den Blick hinein in ein positives Sterben.

„Noch eine Runde auf dem Karussell“ von Tiziano Terzani. Dieses Buch wurde auch verfilmt mit Bruno Ganz in der Hauptrolle.

Vor kurzem fand ich in der „Zeit online“ einen Artikel mit dem Titel: „Der Krebs hat mich vom Perfektionismus kuriert“. Vier Betroffene beschreiben darin ihre Heilungsreise und was sie durch diese Erkrankung gewinnen durften. Dies scheint gegensätzlich zu dem, wenn ein Mensch scheinbar den Kampf verliert. Doch die Haltung: Mehr Leben in der uns gegebenen Zeit zu entwickeln, die Qualität vor die Quantität zu stellen, wesentlich zu werden ist in beiden Fällen ähnlich.

Ich wünsche uns allen dieses wesentlich-werden zum Herbst dieses Jahres zu kultivieren und uns daran zu erfreuen.

Hier noch der Link zum Zeitungsartikel: zeit-online

Noch eine Ankündigung in eigener Sache:

Das nächste Rauchentwöhnungsseminar findet am Samstag, 21. November statt. Ich freue mich, wenn Sie dies weitersagen. Einzeltermine gibt es natürlich jederzeit nach telefonischer Absprache.

Und:

für aktuelle Informationen rund ums Thema Gesundheit und Ernährung lohnt sich allemal ein Blick auf meine Facebook-Seite: wieder gesund sein. Praxis für Naturheilkunde. Hier poste ich täglich Neuigkeiten die ich für Sie zusammenstelle.

Ihnen allen eine gute Zeit!

 

Herzliche Grüße

 

Helga Wiesmann

Posted in: Allgemein, Begleitende Krebstherapie
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